Unterstützung für Ihre Patienten 

Selbst­anwendung fördern

In den WAO/EAACI-Leitlinien wird empfohlen, alle Attacken so früh wie möglich zu therapieren. Eine möglichst frühe Behandlung von Attacken hilft effektiver dabei, deren Dauer und Schwere zu verringern. Diese wird durch eine entsprechende Befähigung der Patienten zur Selbstanwendung oder betreuender Personen zur Verabreichung der Medikation erleichtert. Eine solche Befähigung unterstützt auch die Prophylaxe. Bei allen Patienten sollte daher eine Selbstanwendung oder die Behandlung durch betreuende Personen in Betracht gezogen werden. Eine Unterweisung durch medizinisch geschultes Fachpersonal ist Voraussetzung dafür.1

Alle Patienten sollten immer genug Akutmedikation mit sich führen, um zwei Attacken zu behandeln. Sie benötigen außerdem einen Notfallpass mit Instruktionen zum effektiven Management von Attacken.1

Familien-Screening notwendig

Die WAO/EAACI-Leitlinien empfehlen aufgrund der autosomal-dominanten Vererbung, dass Familienmitglieder (Großeltern, Eltern, Geschwister, Kinder, Enkel) von HAE-Patienten auf die Krankheit getestet werden. Dazu werden die Konzentration des C1-Inhibitors (C1-INH) und des Komplementfaktors C4 sowie die C1-INH-Funktion bestimmt. Dies ist notwendig, weil

  • eine späte Diagnose zu erhöhter Mortalität und gesteigerter Krankheitslast aufgrund fehlender Therapie führt und
  • bereits das erste Angioödem bei Beteiligung der Atemwege ohne geeignete Therapie tödlich sein kann.1

Unter­stützung für Ihre Patienten

Entscheidend für ein effektives Management sind darüber hinaus Tools, die Ihre Patienten bei ihrer Therapie und in ihrem Leben unterstützen.


1 Maurer M et al. Allergy 2018;73:1575-1596.