Therapiemanagement

Basis eines erfolgreichen Therapiemanagements ist ein individualisierter Behandlungsplan.1 Krankheitsspezifische Fragebögen ermöglichen es, die Lebensqualität und Krankheitskontrolle zu erfassen und Therapieentscheidungen zu treffen.2,3

Basis ist ein individueller Be­­hand­­lungs­­plan

Weil das Hereditäre Angioödem (HAE) eine Krankheit mit unvorhersehbaren, oft schmerzhaften und manchmal auch lebensgefährlichen Symptomen darstellt, die für Patienten und Angehörige eine enorme Belastung darstellen, sollte für alle Patienten ein individualisierter Behandlungsplan entwickelt werden. Nach den aktuellen internationalen Leitlinien der World Allergy Organization und der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (WAO/EAACI) sollte dieser

  • auf die Bedürfnisse und die Lebenssituation der Patienten abgestimmt sein,
  • Präventionsmaßnahmen, Angaben zur häuslichen Versorgung und zur Selbstanwendung einschließen,
  • zur Bedarfs- bzw. Akuttherapie klare Anweisungen für eine effektive Notfallbehandlung beinhalten sowie
  • bei der Langzeitprophylaxe eine Medikation zur Akuttherapie im Fall von Durchbruchattacken umfassen.1

Therapieziele

Die neue internationale WAO/EAACI*-Leitlinie zum Management des hereditären Angioödems (HAE) enthält eine Reihe neuer Empfehlungen. Wichtige Änderungen umfassen Empfehlungen, die neue Behandlungsziele vorgeben, die Bedeutung der Langzeitprophylaxe stärken und die Anwendung von Monitoring-Tools vorschlagen.4

Regelmäßige Evaluation

Nach den WAO/EAACI-Leitlinien sollten HAE-Patienten von Ärzten und Zentren mit ausreichender Erfahrung in der Krankheit betreut werden. Es wird empfohlen, die Patienten mindestens einmal im Jahr zu evaluieren.
Geeignete krankheitsspezifische Fragebögen können im Rahmen der Evaluation helfen, Therapieentscheidungen zu begründen und vereinfacht zu dokumentieren.2,3

Unterstützung für Ihre Patienten

In den WAO/EAACI-Leitlinien wird empfohlen, alle Attacken so früh wie möglich zu therapieren. Eine möglichst frühe Behandlung von Attacken hilft effektiver dabei, deren Dauer und Schwere zu verringern. Diese wird durch eine entsprechende Befähigung der Patienten zur Selbstanwendung oder betreuender Personen zur Verabreichung der Medikation erleichtert.1


1 Maurer M et al. Allergy 2018;73:1575-1596.
2 Weller K et al. Allergy 2012;67:1289-1298.
3 Weller K et al. Allergy. Published online 2019. DOI:10.1111/all.14144.
4 Maurer M et al. The international WAO/EASCI guideline for the management of hereditary angioedema – the 2021 revision and update. Allergy 2022. Epub ahead of print. https://doi.org/10.1111/all.15214