Prophylaxe

Attacken dauerhaft verhindern, die Lebensqualität verbessern und insgesamt ein beschwerdefreies Leben für die Betroffenen – das sind die obersten Ziele bei der Behandlung des Hereditären Angioödems (HAE).

Das Ziel: Attacken dauer­­haft verhindern

Das Ziel einer Prophylaxe ist es, die Häufigkeit von Schwellungsattacken des Hereditären Angioödems (HAE) zu reduzieren oder deren Auftreten vollständig zu verhindern. Die aktuellen internationalen Leitlinien der World Allergy Organization und der European Academy of Allergy and Clinical Immunology (WAO/EAACI) stützen das Konzept der Prophylaxe.1

Entsprechend den Leitlinien sollten die Patienten bei jeder Kontrolluntersuchung im Hinblick auf eine Langzeitprophylaxe evaluiert werden.1

Therapie

Als Therapieansätze zur Langzeitprophylaxe stehen ein vollhumaner, monoklonaler Antikörper, welcher die übermäßige Aktivität von Plasma-Kallikrein normalisiert, sowie aus Blutplasma aufgereinigte C1-Inhibitor-Präparate zur Substitutionstherapie zur Verfügung.

Kurzzeit­prophylaxe vor Eingriffen mit erhöhtem Attacken­risiko

Vor internistischen, chirurgischen und dentalen Eingriffen, die mit einer mechanischen Belastung der oberen Atemwege und des Verdauungstrakts verbunden sind, besteht ein erhöhtes Attackenrisiko. Daher sollte nach den WAO/EAACI-Leitlinien in diesen Fällen eine Kurzzeitprophylaxe bzw. präoperative Prophylaxe erwogen werden.1
Als Therapieansätze zur Kurzzeitprophylaxe stehen aus Blutplasma aufgereinigte C1-Inhibitor-Präparate zur Verfügung.


1 Maurer M et al. Allergy 2018;73(8):1575-1596.