Mariana*

Der Not-Fall – und die Angst vor der nächsten Attacke

Die Patientin

  • Mariana S.*, geboren 1971, Portugiesin, Lehrerin
  • Laut der Familienanamnese ist der Vater vom HAE betroffen, hat aber keine Attacken. In der Familie sind bisher keine Todesfälle durch das HAE bekannt.
  • Die Patientin spricht ausschließlich Portugiesisch und ist bei Arzt- und Apothekenbesuchen auf die Hilfe ihres Bruders angewiesen.

*Die abgebildete Person ist ein Fotomodell und steht nicht in Zusammenhang mit dem geschilderten Patientenfall. Der Name der Patientin wurde geändert.

Krankheits­verlauf

  • Die Erstmanifestation erlebte die Patientin mit 8 Jahren in Form von schwersten mehrtägigen Bauchschmerzen mit Übelkeit und Durchfällen. Die Attacken kehrten 2 bis 3 Mal pro Jahr wieder und waren vorwiegend im Abdomen lokalisiert. Es kam aber auch zu Gesichts- und Rachenschwellungen.
  • Als Fehldiagnosen nennt die Patientin Gallenblasenentzündung und Reizdarm-Syndrom.

Diagnose HAE

  • Erst im Alter von 43 Jahren wurde die Diagnose HAE nach einem notfallmäßigen Luftröhrenschnitt bei einem Kehlkopfödem gestellt. Dies war der Anlass für eine Bedarfstherapie.